Wie ich mir selbst das Programmieren beigebracht habe

Um programmieren zu lernen ist heutzutage aufgrund des Ausbaus der digitalen Lernangebote niemand mehr auf ein Studium an der Universität angewiesen.

Die zum Programmieren nötigen Fähigkeiten kann sich jeder über verschiedene online Kursnagebote selbst aneignen und dann durch entsprechende Projektarbeit nachweisen. Ein gutes Protfolio an Projekten ist mindestens genauso wichtig wie ein Uniabschluss und auf dem internationalen Markt sogar wichtiger.

Hier zeige ich, welche Kurse, Bücher und Onlinewebseiten ich genutzt habe, um Programmieren zu lernen. Dabei meine ich insbesondere die Programmiersprache Python sowie die Grundlagen des Frontend Developments (Java Script, HTML und CSS).

Mit dem Selbststudium der Programmiersprachen begann ich während meiner Promotion in VWL. Sehr schnell wurde mir damals klar, dass ich mit den standarisierten Softwareanwendungen nicht mehr weiter arbeiten werde. Insbesondere weil ich mich weiter in Richtung Data Science entwickeln wollte.

Aus diesem Grund habe ich diverse Lernangebote ausprobiert über die ich in diesem Beitrag berichten werde.

Dieser Beitrag ist also als eine Anleitung zum Selbstudium gedacht, die von mir durch Trial und Error erprobt wurde.

Wo fange ich an?

Ich habe mit einem Nanodgeree Intro to Programming bei Udacity angefangen:

1. Intro to Programming Nanodegree (Udacity)

Derselbe Kurs bei Udacity heute heißt „Learn to code“. Der Kurs hat mir einen sehr guten Überblick über die Anwedungen von verschiedenen Programmiersprachen gegeben und somit auch Jobmöglichkeiten in diesem Bereich.

Eine der positiven Seiten bei Udacity ist, dass man von Anfang an nah an der Praxis arbeitet. Es werden viele Quizzes angeboten, die man lösen muss. Das ist sehr wichtig, denn Programmieren lernt man NUR über Praxis. Lesen und Videos schauen bringt ohne Praxis überhaupt nichts.

Am Ende jedes Abschnitts muss man im Rahmen dieses Nanodegrees auch ein paar lustige Projekte abschließen. Das Programm bleibt also spanndend.

Die Projekte zu meiner Zeit waren: Erstellung eigener Webseite (in HTML und CSS), Entwerfen eines Spiels (in Python), Object Oriented Programming in Python (Erstellen einer Filmwebseite).

Danach folgte dann die Spezialisierung in Richtung Forntend, Adroid Developer oder Datenanalyse. Ich habe mich dann für die Datenanalyse entschieden. Danach folgte noch ein Projekt mit NumPy und Pandas in Datenanalyse.

Den Nanodegree kann ich auf jeden Fall empfehlen.

Kosten derzeit: 399 Euro für 4 Monate.

2. Alle Kurse von CodeAcademy

Für wen der Udacity Nanodegree zu teuer ist, dem kann ich definitiv die Code Academy empfehlen.

Die Code Academy bietet Kurse in verschiedenen Programmiersprachen an. Das Gute daran ist: für den Einstieg muss man nichts bezahlen. So habe ich am Anfang Java Script gelernt und dann die praktische Anwendung über die Hacker Rank Webseite geübt (darüber später).

Bei Code Academy beginnt man sofort zu coden. Links stehen Aufgaben und rechts muss man sie lösen. Danach kann man sich die Lösung anschauen.

Bei den Einstiegskskursen sind die ersten Aufgaben ensprechend leicht. Zunächst muss man in Java Script „Hello World“ oder ähgnliches schreiben.

Bislang habe ich bei Code Academy Java Script und Python Kurse gemacht.

Wenn man sich dann später für die Bezahlvariante entscheidet, erhält man Zugang zu den fortgeschrittenen Konzepten und zu Projekten, an denen man dann arbeiten kann. Lösungen werden dann in Videos präsentiert.

Die Webseite ist sehr empfehlenswert!

Kosten: Zunächst kostenlos, dann 20 Euro pro Monat

3. Praxis fürs Programmieren: HackerRank

Wie gesagt, eine der schwierigsten Aufgaben beim Programmieren lernen ist genügend Praxis zu erwerben, denn Bücherlesen alleine wird nicht weiterhelfen.

Um Java Script zu üben habe ich dann die Webseite Hackerrank.com benutzt.  Es werden hier Aufgaben gestellt, die man lösen muss. Für jede gelöste Aufgabe wird man, wie bei einem Spiel auf einen höheren Rank gesetzt. Das macht echt Spass.

Das einzig Negative ist, dass die Aufgaben zuweilen sehr abstrakt und mathematisch sind, was sie langweilig macht. Man könnte eigentlich dieselben Aufgaben in die reale Welt übersetzen, dann würden sie etwas spannender erscheinen.

Die Webseite ist auf jeden Fall auch sehr empfehlenswert.

Kosten: keine.

4. Telmo Sampaio YouTube Channel

Telmo Sampaio ist ein autodidaktischer Frontend Developer, der auf YouTube seinen Weg in der Software Development Scene beschreibt. Mir haben seine Videos sehr viel Mut gemacht, diesen Weg selbst auszuprobieren. Er motiviert autodidaktische Software Developer. Sein Fokus liegt aber auf FrontEnd Development und somit eher auf HTML, CSS, Java Script und React. 

5. Buchempfehlungen

Eines der wenigen Bücher, das ich emfehlen kann ist das Buch: „Learn Python 3 the Hard Way: A Very Simple Introduction to the Terrifyingly Beautiful World of Computers and Code“ vom Autor Zed Shaw. Bei Amazon kostet es als Taschenbuch 26 Euro.

Das Buch ist vom Prinzip eine praktische Anleitung um Python zu lernen. Es besteht aus einer Reihe von Aufgaben, die man im Command Line ausführen muss. Mir hat es auf jeden Fall geholfen, die Pythonprogrammiereung einzuüben.

6. Udemy

Eine weitere gute Quelle für Kurse im Programmieren ist Udemy. Ich habe dort einen Kurs für FromtEnd Development gekauft, bin aber noch nicht dazugekommen ihn durchzuarbeiten. Die Kurse auf Udemy werden aber auch sehr häufig in der Developer Scene genutzt.

7. Kurse bei Treehouse

Ich habe bislang noch keine Kurse bei Treehouse gemacht, aber Telmo Sampaio ist ein großer Fan von deren Angebot. Die Kurse sind auch günstiger als bei Udacity. Es gibt auch keine Fristen: man zahlt ca 176 Euro pro Monat und kann ohne Befristung lernen. Dieses Modell finnde ich persönlich besser als das Udacity-Modell, wo man jetzt 400 Euro für 4 Monate zahlt und dann aber muss man fertig werden. Es erzeugt unnötigen Stress.

Für jemanden, der sich selbst organisieren kann und Fristen einhalten kann würde ich inzwischen vermutlich Treehouse empfehlen.

Was ich nicht empfehlen kann…

Was ich nicht empfehlen kann, ist die Webseite freecodecamp.org. Sie hat eigentlich einen guten Ruf und wird häufig von Webentwickler empfohlen. Ehrlicherweise muss aber gesagt werden, dass diese Webentwickler es selbst nie ausprobiert haben. Ich habe es ausprobiert und war extrem unzufrieden. Mein Code funktionierte irgendwie nicht und es wahr sehr mühsam nach Lösungen zu suchen. 

Das Wichtisgte beim Programmierenlernen ist: üben, üben üben. Mit Bücherlesen und Kurse gucken wird niemand zum Programmierer. Programmieren lernt man nur durch viel Praxis.

Ich hoffe meine Tipps haben Euch dazu ermutigt sebst mit dem Programmieren anzufangen. Ich freue mich auf Eure Kommentare und Erfahrungen in diesem Bereich.

 

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